Vision

Zielsetzung

Viele Menschen bzw. Organisationen versuchen weltweit zur Linderung des Leidens beizutragen, und zwar auf vielen Gebieten. Jedoch arbeiten sie meist unkoordiniert, ohne brauchbare Verbindungen, die ihnen eine gegenseitige Unterstützung gewährleisten und sie stärker machen könnten.

Wenn der Wunsch nach einer Linderung des Leidens weltweit so eine breite Zustimmung findet, so lässt  es sich notwendig nur aus  tief liegenden Gründen erklären, dass in der tausendjährigen Geschichte der Menschheit fast keine Gesellschaft daraus eine ethische Priorität  gemacht habe.

Wir setzen uns zum Zweck, die Linderung der Leiden tragfähig und dauerhaft zu organisieren.

Unsere Grundlage ist ein Bündnis

Grundlage dieser Organisation ist ein Bündnis, die jene starten und koordinieren soll.

Ethische Priorität dieses Bündnisses ist die Linderung der Leiden weltweit.

Diese Priorität gilt für alle Wesen, die Schmerz empfinden können, ob Menschenwesen oder andere. Vorrang haben die intensivsten Leid. Die gängige Bedeutung für Schmerz ist: unangenehmer subjektiver Zustand, dem man ausweichen möchte ; all seine unterschiedlichen Aspekte werden in Betracht gezogen, ganz gleich, ob dessen  Herkunft psychisch oder körperlich ist.

Das Bündnis ist für jede Lösung offen, die auf eine Linderung der Leiden abzielt   und lehnt prinzipiell keine ab von vornherein. Sie begünstigt eine vielseitige Annäherung des Problems.

Jede/r, in deren /dessen Augen die Linderung des Leidens weltweit prioritär ist, wird aufgefordert, unserem Bündnis beizutreten. Ebenfalls gilt das für jede Organisation, die besagte Linderung als  ihre ethische Priorität betrachtet.

Aufnahme und Begleitung jeder/s neuen Verbündeten sind Gegenstand einer besonderen Aufmerksamkeit.

Die Entscheidungsprozesse des Bündnisses  sind nicht in Stein gemeißelt, sondern werden im Laufe der Zeit von den Verbündeten selber als MitgestalterInnen des Bündnisses ausgearbeitet und dauernd angepasst.

Drei Orientierungen

Die Kulturebene

Der Grundpfeiler, der die Verbündeten verbindet und unterstützt ist das kulturelle Band:  Je weltweit verbreiteter und allgemein geteilter eine Kultur der Schmerzenslinderung, desto effizienter die Handlungen jeder/s Alliierten auf ihrem/seinem  eigenen Gebiet.

Die Graswurzelorganisationen sollen diesen Wert der Schmerzenslinderung vorantreiben, damit die privat oder  öffentlich gefassten Entscheidungen weltweit diesen Wert immer weiter integrieren.

Was könnte aber einen motivieren, sich für diesen Wert einzusetzen?  Über unser/e bloß  angeborenes Einfühlungsvermögen ist unser Verstand fähig, sich selbst so weit zu übertreffen, dass wir jedes Leid, ganz gleich, wem es zustößt, Teil unseres eigenen Leiden ist.

„ Die Ketten, die einer von uns trug, wurden von allen getragen, die Ketten, die alle trugen, wurden von mir getragen“ – so Mandela in seinem Buch „Der lange Weg zur Freiheit“

„ We are them“: während dieses Denkvermögen sich auf alle Wesen erstreckt, sie Schmerzempfinden können, , kann es trotzdem demütig wahrnehmen, dass jede/r von uns ein leidendes und Leid zufügendes Wesen, das das Leid  auch zu bestimmten Zwecken benutzen kann.

Dieser „ausgedehnte Verstand“ ist der Schlussstein zu einer Kultur des Schmerzenslinderung.

Wissensebene

Das Bündnis soll d dazu beitragen, ein neues Forschungsgebiet mit Fokus auf die Erscheinung „Schmerz und Leid“ ins Leben zu rufen.

Erste Aufgabe einer solchen Forschung ist, eine „Kartografie der Leiden“ zu etablieren und die Messinstrumente zu schaffen, die zur Ausrichtung der Handlung, der zu treffenden Erscheinungen und der Bewertung der Resultate nötig  sind.

Konkrete Ebene

Die schon vorhandenen Organisationen, die sich für die Linderung der privaten oder öffentlichen Leiden einsetzen, verrichten schon eine riesige Arbeit. Das Bündnis ermutigt sie, in dieser Richtung weiter zu gehen, und hinsichtlich dessen fordert sie insbesondere die Verbündeten, mit solchen Organisationen zusammen zu arbeiten.

Mit Blick auf die immer noch bei Seite gelassenen Leiden ruft die Bündnis zur Schaffung neuer Aktivitäten bzw. Organisationen zu ihrer Linderung auf.

Indem man zuallererst das eigene Leiden berücksichtigt, fängt man an, das Leiden weltweit zu lindern.  Das Bündnis hebt die Vorbeugung sowie die Autonomie hervor.

 

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