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Idee und Konzept

Das Bündnis Algosphäre ist ein weltweites, offenes und transparentes  Netzwerk von Organisationen und Einzelpersonen,  das sich der Abschaffung des Leidens durch Zusammenarbeit und politische Mobilisierung widmet. Algosphäre wurde 2011 von einer kleinen Gruppe Menschen gegründet, die von der Notwendigkeit einer Struktur mit Fokus auf dieses so universelle Grundbedürfnis  überzeugt waren. Sie wurde an Hand einer Reihe einfacher Grundsätze  konzipiert, welche ein nicht-hierarchisches, auf direkter Demokratie basierendes Funktionieren sowie eine Ausbreitung ihres Umfangs und ihres Einflusses ermöglichen, indem sie sich auf Vernetzung von Menschen, Dialog und Zustimmung stützt.

Für Einzelpersonen ist die einzige Voraussetzung zum Beitritt, dass man die Linderung des Leidens weltweit als eine ethische Priorität ansieht. Für Organisationen sind strengere Bedingungen erforderlich: jene müssen die Linderung des Leidens weltweit als ihre erstrangige Priorität anerkennen. Organisationen, die einen Beitritt erwägen, werden also aufgefordert, die ihnen innewohnende Ethik nachzuprüfen und jene wenn nötig anzupassen. Der Beitritt zum Bündnis verleiht einem Menschen bzw. einer Organisation den Status  einer/s „Verbündeten“. Es wird kein Geldbeitrag verlangt, ist auch mit keiner besonderen Verpflichtung verbunden; die Verbündeten dürfen jederzeit aus dem  Bündnis ohne weiteres austreten.

Struktur

Kern des Funktionierens von Algosphäre sind die „ Interessengebiete“. In jedem „Interessengebiet“ gruppieren sich Verbündete um ein spezifisches Thema bzw. Frage. Dort kann jede/r auf eigene Art und Weise seinen/ ihren Beitrag leisten, Informationen teilen und Projekte ausarbeiten. Auch kann ein Interessengebiet dem gesamten Bündnis Algosphäre einen Vorschlag machen. Das Vorhandensein  eines bestimmten  Interessengebiets innerhalb des Bündnisses bedeutet keineswegs, dass dessen Initiativen vom Bündnis offiziell anerkannt werden. Es darf davon ausgegangen werden, dass ausschließlich spezifische Vorschläge, die, im Einklang zu dem unten beschriebenen Verfahren der Entscheidungsfindung, angenommen wurden, die Unterstützung der Allianz haben.

Eine im Internet eingerichtete „kollaborative Schnittstelle“ erleichtert die Kommunikation zwischen den und innerhalb der Interessengebiete.

Entscheidungsprozess

Der Entscheidungsprozess findet in der  „Agora“ statt. Er ist demokratisch und dezentralisiert und beruht eher auf Konsensbildung als auf einer bloßen Mehrheitsabstimmung. Die Einwilligung ist erst erteilt, wen die betroffene Person nicht nein sagt, im Gegensatz zum Konsenz, der erfüllt wird, wenn jeder zustimmt. Die Vorschläge werden von allen Verbündeten geprüft und erst dann angenommen, wenn alle Einwände aufgehoben worden sind, gegebenenfalls nach einer Veränderung des ursprünglichen Vorschlags. Wenn allerdings ein durch Diskussion nicht beseitigter Einwand im Widerspruch zum Interesse des Bündnisses erscheint, darf ein/e Verbündete/r eine Abstimmung mit einfacher Mehrheit – oder bei verfassungsgebenden Entschlüssen mit der Zwei-Drittel-Mehrheit – fordern, damit der Enscheidunsprozess nicht gelähmt wird.

Alle Verbündeten verfügen über die gleiche Entscheidungsbefugnis und über die Möglichkeit, Einwände gegen angereichte Vorschläge zu erheben sowie Das Recht, an den internen Debatten teilzunehmen und Ideen zur Förderung des Bündnisses bzw. seines Funktionierens vorzulegen. Eine kleine Gruppe ist entsprechend den oben erwähnten Prinzipien in der Entwicklung und Wartung der Infrastruktur des Bündnisses involviert. Interessierte Verbündete werden herzlich aufgefordert, sich diesem Team anzuschließen.

Beitritt zu Algosphäre

Jeder Mensch weltweit wird als „Gast“ bei Algosphäre betrachtet; somit darf er Vorschläge einreichen und an den Debatten teilnehmen. Er besitzt  aber keine Entscheidungsbefugnis. Jeder Gast kann Verbündete/r werden; dazu gehört ein Annahmeprozess, im Laufe dessen ein/e Verbündete/r – jene/r kann ein Bekannte/r sein oder wird vom Bündnis selbst zur Verfügung gestellt –  ihn/sie in das Funktionieren des Bündnisses einweist und dafür bürgt, dass er/sie die Linderung des Leidens weltweit tatsächlich als eine ethische Priorität ansieht. Ziel dieser Einweisungsphase ist die Verstärkung der menschlichen Bande, die das Rückgrat des Bündnisses bilden, und die Weiterentwicklung des Bündnisses über einen auf das Zusammenwirken der Menschen basierten Prozess der Selbstreplikation. Es handelt sich um ein informelles, flexibles Verfahren, das je nach den Bedürfnissen des Gastes und dessen/deren BegleiterIn aus einem bzw. mehreren Gesprächen bestehen kann. Letztere/r sorgt für Eintragung der/des neuen Verbündeten ins Jahrbuch von Algosphäre und begleitet ihn/sie so lange wie nötig,  zur Erleichterung seiner /ihrer  Integration ins Netzwerk.

Die Organisationen können auf ähnliche Weise den Verbündetenstatus erhalten, haben aber keine Entscheidungsbefugnis.

Offizielle Mitteilungen

Offizieller Sprecher von Algosphäre bei externen Mitteilungen ist einzig und allein die Internetseite des Bündnisses. Daher dürfen Verbündete nie für offizielle SprecherInnen von Algosphäre gelten, es sei denn, dass sie von Fall zu Fall  mit spezifischen Fragen beauftragt worden sind. In ihrem kollaborativen Informationsblatt  stellt Algosphäre den Verbündeten bzw. Gästen einen Raum zur Verfügung, wo sie ihre Vorstellungen und Meinungen über verschiedene Fragen ausdrücken können, wobei jene nicht notwendig die offiziellen Stellungnahmen des Bündnisses widerspiegeln.

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